Aktuelles

Hier erhalten Sie aktuelle Informationen rund um
liebenswert lebenswert e.V.

März 2022

Spendenübergabe Stadtteilfest

Eine Spende von 400 EUR hat der Verein liebenswert-lebenswert e.V. aus den Erlösen des Getränke- und Reibekuchenverkaufs des Stadtteilfestes 2021 erhalten. Als Vertreterin der Bogengemeinschaften und als Kommandeur der Bürgerschützen übergaben Birgit Urban und Dr. Markus Wiedeler die Spende an die beiden Vorsitzenden des Vereins, der sich um junge Menschen mit Demenzerkrankung kümmert. Marie-Theres Kastner (1. Vorsitzende) und Petra Fehmer (2. Vorsitzende) nahmen die Spende dankend entgegen. „Wir freuen uns immer sehr über die lokale Unterstützung“, erklärten die beiden unisono.

Die Idee, in die Erlöse an den Verein liebenswert-lebenswert e.V. zu spenden, kam von Dr. Markus Wiedeler. „Wir hatten bereits im vergangenen Jahr vom Thron an den Verein gespendet“, so der Kommandeur der Bürgerschützen. „Diese Arbeit muss man unterstützen“, ergänzt Birgit Urban und so war man sich schnell einig, wer das Geld bekommen sollte.

Das Foto zeigt von links nach recht: Birgit Urban, Marie-Theres Kastner, Petra Fehmer, Dr. Markus Wiedeler.
Foto: Heike Kalthoff

Februar 2022

Notfall in der Demenzgruppe – Hilfe, was muss ich da eigentlich machen?

Trotz aller Ernsthaftigkeit in der Sache hatten die Betreuungskräfte im Februar viel Spaß bei dem Notfalltraining in den Räumen des Kneipp-Vereins in Warendorf. „Im Rahmen unserer jährlichen Fortbildungen lag uns diese Maßnahme natürlich besonders am Herzen. Passieren kann immer etwas und es ist wichtig, dass wir für diesen Moment gut geschult sind und alle Hand in Hand arbeiten“, erläuterte Sonja Schoppmann den Hintergrund der Fortbildung. „Ein standardmäßiger Erste-Hilfe-Kurs ist für uns nicht ausreichend.“

Notfallsanitäter Benny Hölzel hatte die Veranstaltung speziell auf die Bedürfnisse und Gegebenheiten für unsere Demenzgruppe abgestimmt und viele Praxisübungen einfließen lassen.
Fragen, die von unseren Betreuungskräften in Sekundenschnelle gelöst werden müssen:

• Wer betreut Notfall?
• Wie geht Notruf?
• Wer betreut die anderen Gäste?
• Wie vermeide ich Ängste/Unruhe.
• Welche Codewörter nutzen wir?

Gleich in der ersten Praxisübung hat sich gezeigt, wie wichtig die o.g. Punkte sind, denn ohne eine klare Rollenverteilung können sich noch weitere kritische Situationen ergeben, z.B. wenn sich Gäste von der Gruppe in dem Trubel unbemerkt entfernen können. Die Teilnehmer selbst waren verwundert, wie unübersichtlich es schnell werden kann und die Bedeutung von konkreter Aufgabenverteilung sowie klarer und ruhiger Kommunikation war allen sofort bewusst.

Geübt wurde in den Räumlichkeiten des Kneipp-Vereins, in denen auch die Betreuungsgruppe stattfindet. „So können wir realitätsnah üben, z.B. wie bekomme ich einen bewusstlosen Gast aus der engen Toilette, um dann erste Hilfe leisten zu können?“, erläutere Benny Hölzel die Vorgehensweise.

Geübt wurde alles für unsere Bedürfnisse:

• Notruf absetzen
• Rollenverteilung
• Herzdruckmassage und Beatmung
• Unterschiedliche Lagerungen

Die Betreuungskräfte wissen nun, was sie tun können bei Kreislaufabbau, Kreislaufstillstand, Verschlucken oder einem Kollaps auf der Toilette.

Ein großes Dankeschön gilt unserem besonderen Gast Oskar, der alle Maßnahmen unser Betreuungskräfte ohne Widerworte mitgemacht hat und am Ende auch überlebt hat (auf dem Foto liegend).

Die Teilnehmer nutzen die Zeit im Anschluss noch, um sich auszutauschen und Ideen zu sammeln, die speziell auf die Bedürfnisse unserer Gäste zugeschnitten sind.

April 2021

Online-Vortrag: „Resilienz  – Mehr Widerstandskraft bei Stress und Krisen“

Neben kompaktem Hintergrundwissen zum Thema Resilienz dürfen sich die Zuhörer in diesem interaktiven Vortrag auch auf viele praxisnahe Tipps und Übungen freuen. Im Anschluss ist zudem Zeit für Fragen eingeplant. Melden Sie sich gleich heute an.

Datum:

Dienstag, 27.04.2021 von 18.30 Uhr bis ca. 20.00 Uhr

Teilnahmegebühr:

Kostenfrei

Veranstaltungsort:

Virtuell auf der Videokonferenz-Plattform Zoom

Anmeldung:

Bitte schicken Sie eine E-Mail mit dem Stichwort „Online-Vortrag am 27.04.2021“ an info@liebenswert-lebenswert.com. Die Zugangsdaten senden wir dann rechtzeitig an Ihre Absender-E-Mail-Adresse.

Referentin:

Mechthild Horstrup

Die Referentin ist zertifizierte Resilienz-Trainerin und auch Vorstandsmitglied des Vereins. Sie ist freiberuflicher Business Coach für die Gesundheits- und Pharmabranche und hat einen betriebswirtschaftlichen, psychologischen und systemischen Hintergrund.

April 2021

 Abschiedsgeschenk geht an den Verein

Abschiedsgeschenk für Alex Halbuer

Aus den Händen von Alex Halbuer erhielt unsere zweite Vorsitzende Petra Fehmer eine Spende von 420 EUR. Herr Halbuer hatte anlässlich seine Übergangs in die Altersteilzeit seine Kollegen bei der Firma Claas um eine Spende für den Verein liebenswert-lebenswert e.V. gebeten.

Großzügige Kolleg*innen

„Die Kollegen fragen immer im Vorfeld, was man sich denn wünscht“, erläutert Alex Halbuer. „Für mich war sofort klar, dass ich keine Geschenke, sondern das Geld an den Verein liebenswert-lebenswert spenden möchte.“ Er kenne selbst eine Familie, die betroffen ist und wolle von daher mit der Spende die Arbeit des Vereins, der sich auf junge Demenzkranke fokussiert, unterstützen.

Die Kollegen des ehemaligen Technischen Beraters waren von der Idee angetan und zeigten sich sehr großzügig, so dass am Ende stolze 420 EUR zu Buche standen. Petra Fehmer dankte im Namen des Vereins und der Betroffenen sowohl Alex Halbuer als auch seinen ehemaligen Kollegen.

Mit dem Geld will der Verein weiter in sein Betreuungsangebot und die Ausstattung der Betreuungsgruppen investierten. „Wir bestehen nun seit nun seit rund 18 Monaten und freuen uns sehr, über die vielfältigen Zuwendungen, die uns immer wieder überraschen und gleichzeitig auch motivieren“, kommentiert Marie-Theres Kastner (erste Vorsitzende) diese ungewöhnliche Spende.

März 2021

Spende statt Präsentkorb

Das Foto zeigt Kai Lammers (links) und Petra Fehmer. Es wurde vom Verein (Heike Kalthoff) gemacht.

Kreativität, über die wir uns freuen

Anlässlich des Antrittsbesuch des neuen Warendorfer Bürgermeisters Peter Horstmann wollten Kai Lammers (Geschäftsführer) und Gabriele Buß (Marketingverantwortliche) von der Aventus GmbH & Co. KG. neue Wege gehen. „Wir wollten dem neuen Bürgermeister nicht den x-ten Präsentkorb schenken und kamen dann auf die Idee, lieber einem lokalen Verein eine Spende zukommen zu lassen“, erläutert Kai Lammers. Seine Kollegin Gabriele Buß recherchierte und stieß auf unseren Verein „liebenswert-lebenswert e.V.

Der Kontakt war schnell hergestellt und ein Termin zur Scheckübergabe vereinbart. Petra Fehmer, unsere zweite Vorsitzende durfte den Spendenscheck mit großer Freude von dem Geschäftsführer Kai Lammers in Empfang nehmen und dankte dem Unternehmen für die Unterstützung.

Jüngere Demenz kaum bekannt

„Dass auch jüngere Menschen von einer Demenzerkrankung betroffen sein können, ist kaum bekannt“, so der Geschäftsführer Lammers. „Wir waren sofort davon angetan, die Arbeit des Vereins zu unterstützen. Wichtig war uns auch, einer lokalen gemeinnützigen Initiative die Spende zukommen zu lassen“, ergänzt die Marketingverantwortliche Gabriele Buß. „Wir sind in Warendorf als Unternehmen mit offenen Armen empfangen worden, haben inzwischen rund 140 Mitarbeiter an diesem Standort und fühlen uns hier sehr wohl.“

Petra Fehmer bedankte sich für die Idee und deren Umsetzung. „Derzeit können wir zwar auf Grund der Corona-Bedingungen leider nicht so aktiv den Betroffenen und Angehörigen Unterstützung zukommen lassen. Sobald es die Regeln zulassen, werden wir wieder aktiv und können die Spende auch in weitere Materialien für eine optimale Betreuung umsetzen“, erklärt die zweite Vorsitzende des Vereins.

Bürgermeister begrüßt kreative Idee

Bürgermeister Peter Horstmann konnte bei der Spendenübergabe leider nicht anwesend sein. Er hatte anlässlich seines Antrittsbesuches die kreative Idee der Firma Aventus sehr begrüßt. Gegenüber dem Geschäftsführer Kai Lammers hatte er betont, dass die Idee „Spende statt Präsentkorb“ genau richtig sei und lokale Initiativen unterstütze. Die Vorsitzende des Vereins „liebenswert-lebenswert e.V.“ Marie-Theres Kastner hatte bei einer Begegnung mit dem Bürgermeister die Gelegenheit, sich auch bei diesem für die Aufnahme und Umsetzung der Idee bedanken.

AVENTUS GmbH & Co. KG

Die AVENTUS GmbH & Co. KG ist ein Hersteller von Verpackungsanlagen für industrielle Anwendungen mit Hauptsitz in Warendorf. Das 2018 gegründete Joint Venture der Weltmarktführer HAVER & BOECKER und WINDMÖLLER & HÖLSCHER produziert und vertreibt Abfüllanlagen für rieselfähige Schuttgüter sowie Palettier- und Ladungssicherungstechnik. Das umfassende Portfolio von AVENTUS richtet sich vor allem an die chemische Industrie, die Salz-, Dünger- und Tiernahrungsbranche sowie die Agrarindustrie. Der Palettierspezialist NEWTEC BAG PALLETIZING ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Warendorfer Unternehmens.

Februar 2021

Demenz ist eine Familienkrankheit

 

„Demenz ist eine Familienkrankheit, sie betrifft die gesamte Familie – besonders die junge Demenz“, erläutert Stefanie Oberfeld, Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, im Online-Vortrag unseres Vereins. Gerade die junge Demenz platze mitten in eine Lebenssituation, in der man sie überhaupt nicht erwarte. Die Betroffenen seien noch erwerbstätig, Kinder seien im Haushalt, die finanzielle Belastung noch hoch. Von daher seien auch die Angehörigen ein wesentlicher Bestandteil in der therapeutischen Behandlung. 

Am 23.02.2021 hatten sich über 50 Interessierte an den Bildschirmen versammelt, um von der Münsteraner Ärztin weitreichende Informationen zum Thema junge Demenz zu erhalten. Wir hatten zum Thema „Demenz und gar nicht alt“ eingeladen. „Neben unserer Arbeit im Bereich der Unterstützung des Alltags wollen wir auch bessere Kenntnisse in der Gesellschaft für diese Erkrankung schaffen“, leitete Marie-Theres Kastner die erste Online-Veranstaltung des Vereins ein. Auch Stefanie Oberfeld ist dies ein besonderes Anliegen. Sie ist Ärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie im Clemens-Wallrath Haus in Münster, Demenzbeauftragte der Ärztekammer Westfalen-Lippe und begleitet selbst zwei Demenz-Selbsthilfegruppen.

In Ihrem Vortrag führte die Medizinerin kompetent und mit vielen anschaulichen Beispielen aus der Praxis durch dieses vielen noch unbekannte Thema. „Mein jüngster Patient war 20 Jahre alt“, berichtete Frau Oberfeld. Es gäbe nicht die eine Demenz. Demenz sei ein Syndrom mit unterschiedlichen Ursachen, Symptomen, Ausprägungen. Gerade in jüngeren Jahren sei die Krankheit schwierig zu diagnostizieren, denn gerade bei Patienten im mittleren Lebensabschnitt müsse man sich trauen an die Diagnose Demenz zu denken. Auf Grund der unterschiedlichen Ausprägung erkenne man manchmal auch erst im Verlauf, wohin der Weg gehe und welche Demenzform vorliege.

„Es gibt keine Möglichkeit, die Krankheit zu heilen. Behandlung heißt hier, die Erkrankung zu begleiten, Lebensqualität zu schenken – sowohl den Betroffenen als auch den Angehörigen – und die Förderung der individuellen Ressourcen.“ erklärte Stefanie Oberfeld. 

Angela Buhne freute sich über die rege Beteiligung in der anschließenden Fragerunde. „Nach diesem erfolgreichen Auftakt und dem großen Interesse werden wir im Vorstand über weitere Online-Vorträge nachdenken, um diesem Thema mehr Raum in der Gesellschaft zu geben“, so die Kassenwartin unseres Vereins. „Themenwünsche , Ideen, Vorschläge können Interessierte gern über per E-Mail oder über das Kontaktformular unsere Homepage kundtun“, ergänzte Marie- Theres Kastner.

Unser herzlichster Dank geht an Frau Oberfeld, die uns Ihr tiefgreifendes Expertenwissen und Ihre Zeit geschenkt hat. Darüber hinaus war Sie so freundlich, uns Ihre Vortragsinhalte zur Verfügung zu stellen.  

Online-Vortrag: „Demenz – und gar nicht alt“

Für den Vortrag konnten wir die Demenz-Expertin, Stefanie Oberfeld, gewinnen. Sie hat zum einen interessante Informationen für Sie zusammengestellt. Zum anderen beantwortet Sie gerne Ihre Fragen. Melden Sie sich gleich heute an.

Datum:

Dienstag, 23.02.2021 von 18.30 Uhr bis ca. 19.30 Uhr

Teilnahmegebühr:

Kostenfrei

Veranstaltungsort:

Virtuell auf der Videokonferenz-Plattform Zoom

Anmeldung:

Bitte schicken Sie eine E-Mail mit dem Stichwort „Online-Vortrag am 23.02.2021“ an info@liebenswert-lebenswert.com. Die Zugangsdaten senden wir dann rechtzeitig an Ihre Absender-E-Mail-Adresse.

Referentin:

Stefanie Oberfeld

  1. Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie
  2. Leitende Oberärztin im Clemens-Wallrath-Haus in Münster
  3. Demenzbeauftrage der Ärztekammer Westfalen Lippe